Regionalverkehrsknoten – Engagement für Fahrgäste

Das Engagement für die Fahrgäste im Öffentlichen Verkehr wird mit dem mit Schweizer Verkehrspreis FLUX belohnt. Diesmal geht der Preis an Fiesch. Der neue Walliser Bahnhof hat die Jury überzeugt und erhält die Auszeichnung «goldener Verkehrsknoten».

Der Flux-Preis zeichnet jährlich eine Schweizer Gemeinde für die besonders gelungene Gestaltung eines Verkehrsknotens aus. Der mit 5’000 Franken dotierte Preis wird seit 2007 vom VCS Verkehrs-Club Schweiz zusammen mit Postauto und dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) verliehen. Dabei wird jedes Jahr ein anderer Schwerpunkt gesetzt. Dieses Jahr lag er auf neuen oder komplett umgestalteten Regionalverkehrsknoten.

Die Bahnhöfe wurden nach Kriterien wie Umsteigequalität, Barrierefreiheit, Kundeninformation und Gesamtkonzept bewertet. Nominiert waren Fiesch, Châtel-St-Denis und Gland. Die Bahnhöfe der Neubaustrecke Genf-Annemasse werden in einer künftigen Verleihung separat begutachtet.

Zug, Postauto und Gondelbahn

Für den 2019 eröffneten Verkehrsknotenpunkt Fiesch wurde der Bahnhof rund 400 Meter nach Norden verschoben. Nebst dem Bahnhof mit halbstündlichen Verbindungen nach Brig vereint der neue Standort auch die Postautohaltestelle und eine neue Gondelbahn auf die Fiescheralp.

«Der neue Verkehrsknoten ist klar und übersichtlich strukturiert und verbindet die verschiedenen Verkehrsträger in optimaler Weise», sagt Anders Gautschi, Jury-Mitglied und Geschäftsführer des VCS Schweiz. Zudem sind im Bahnhof ein Café und ein Sportgeschäft untergebracht. Auch das äussere Erscheinungsbild des Gebäudes aus Holz und Beton hat die Jury überzeugt, da es sich gut in das Dorf einfügt.

Châtel-St-Denis: der Auffällige

Mit dem Neubau des Bahnhofs von Châtel-St-Denis an einem neuen Standort war es möglich, dass die Züge nicht mehr in einem Kopfbahnhof wenden müssen. Deshalb konnten halbstündliche Verbindungen nach Bulle und Palézieux realisiert werden. Die Züge halten auf einem Viadukt und darunter befinden sich die Haltekanten für Busse und eine Zu- und Durchfahrtsachse für Velofahrerinnen und Fussgänger. Alleinstellungsmerkmal des Bahnhofs ist die kantige Architektur der Perrondächer.

Gland: der Belebte

Die Neugestaltung des Bahnhofs von Gland hat seine Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt gestärkt: Nebst neu halbstündlichen Verbindungen nach Genf und Lausanne ist auch die Erreichbarkeit mit Bus, Velo und Auto gewährleistet. Mit der Schaffung einer grosszügigen Unterführung für Fuss- und Veloverkehr ist der Bahnhof zu einer Verbindung zwischen dem Norden und Süden der Ortschaft geworden. Und dank Sitzgelegenheiten aus Holz und dem beliebten Wochenmarkt ist der Bahnhofplatz ein lebendiger Treffpunkt.

Von Mauro Schmid, Praktikant für Verkehrspolitik beim VCS. Er steigt am liebsten im Bahnhof Bern um.

Mehr Info unter flux.swiss

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.